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Schwarze Wolken und kein Schirm
Ich gehe raus ganz ohne Schirm,
bin sofort nass von Fuß bis Stirn.
Am Anfang waren keine Wolken,
ich glaube aber, dass sie mir folgen.
Führ ich es mit jedoch das edle Tuch,
scheint Sonne gleich, grad` wie ein böser Fluch.
Die Wolken eben noch ganz schwarz am Himmel,
schlagartig sind sie weiß wie Schimmel.
Gleich was ich tu` es ist verkehrt,
jegliche Entscheidung wird erschwert.
nehm` ich für Regen jetzt den Schirm, mit links
Und in der rechten Hand für Sonne: nix!
trebron horts 24-06-2007 unveröffentlicht
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Katz` und Maus
Komm heraus aus deinem Loch
Ich krieg` dich irgendwann ja doch.
Kommt mir gar nicht in den Sinn
Ich bleibe heute lieber drin.
Die Maus, sie spricht es sehr gelassen,
die Katze kann es gar nicht fassen.
Frech ist es ja, das kleine Biest
Hat ihr jetzt doch den Tag vermiest.
Die Katze geht nun in den Garten,
denkt, ich kann auch hier auf Mäuschen warten.
Doch Mäuschen ist ja ganz schön schlau,
verlässt am Hintereingang seinen Bau.
Sie läuft geschwind um eine Ecke,
die Katze sitzt im Schutz der Hecke.
Doch kommt es anders als sie denkt,
die Maus den Wunsch der Katze schnell erkennt,
sofort in eine neue Richtung rennt.
Durch den Keller in die Küche,
erfährt sie hier verlockende Gerüche.
Schinken Speck und zarten Käse,
Dinge die die Katze auch gern fräße.
Doch es steht nicht lange zur Verfügung,
in den Kühlschrank wandert die Vergnügung.
Die Katze gibt sich dann für heut` geschlagen,
und wird sich mit der Maus vertragen.
Gemeinsam sitzen sie vorm Haus,
bis dann der „Dosenöffner“ kommt heraus.
Zusammen fressen sie aus einer Schale,
und jede denkt: ach ist die süß, mit einem Male!
trebron horts 17-06-2007 unveröffentlicht
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Auf der Lauer
Heute liegt die Katze mal wieder auf der Lauer,
das macht sie oben auf der grossen Mauer
dabei beäugt sie einen goldnen Vogelbauer
der kleine Vogel darin ist schon ganz schön sauer.
Jedesmal wenn er sich auf seiner Stange bewegt,
die Katze Zähneklappernd auch die Ohren anlegt.
derweil im Hof sich der Hund aufregt
und ganz nebenbei seine Decke zerlegt.
Um die Ecke kommt ein braunes Pferd gelaufen,
will am Trog mal hurtig ein bisschen Wasser saufen
Die Hausfrau ist inzwischen noch mal schnell einkaufen
der Hund macht vor lauter Langeweile auf der Wiese seinen Haufen.
Der Bauer kommt jetzt auch aus seiner Scheune zurück
sein Bauch über dem Gürtel ist ganz gewaltig dick
er findet sein Aussehen dennoch ganz schick
in der Hand hält er einen langen dicken Strick.
An des langen Strickes anderem Ende,
führt er noch gassie seine weisse Ente
ein rosa Schweinchen saust grunzend und behende
quer durch das ganze Hofgelände.
Inzwischen ist die Katze auch wieder weg
der Hund zieht sich zurück in sein Versteck,
Der Vogel frisst nun die letzten Körner weg
die Hausfrau räumt vorm Abendessen Wäsche weg.
trebron horts 11-04-2002 veröffentlicht im Buch “HEMMUNGSLOS”
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Magenbrodeln
Aus Gurken ganz schnell zubereitet,
dass er dann schmeckt, keiner bestreitet.
Der Opa Ernst ist hoch begeistert,
hat die Schüssel ganz gemeistert.
Salat aus Gurken schmeckt nach mehr,
nun liegen sie im Magen schwer.
Denn, darauf sollte man verzichten:
„hinterher fünf Bier vernichten“.
Nun brummts im Magen, rumpelt brodelt,
der Opa Schmerzens Töne jodelt.
Und Ernst macht heute keine Sprüche,
er spuckt die Gurken in die Küche.
Was lernt er nun aus der Geschichte?
- nach Gurken - auf das Bier verzichte.
th 28-08-2005 unveröffentlicht
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Unter Linden
Äbbelwoi-Song kann mit Gitarre begleitet werden
Ist auf Hessisch verfasst
Mir sitze hier unner grüne Linde
esse Rippsche mit Kraut unn dun Äbbelwoi drinke.
De Fritz sitzt mir uff de Bank gecheiwwer,
sacht: ich hab im Finger en grosse Schliwwer.
Sei Fraa die Gretel war grad emoal drauss,
hörts un ruft: geh her ich mach der den raus.
Inzwische iss die nächst Laach Äbbelwoi gekomme,
de Werner iss grad schon e bissje benomme.
Däs is awwer weiters net so dragisch,
däs Drinke geht inzwische schon audomatisch.
De Brezzel-Kall kommt mit soim Korb vorbei,
doch de Fritz bleibt liewer beim Gadoffelbrei.
Die Gredel hod sich Frankforder mit Wasserwäck bestellt
em Fritz soi Gesicht hod sich jetzd widder erhälld.
So sitze se all noch a Weilche beisamme,
nach em Dungelweänn sinn se dann haam gegange.
Doa hawwe se hoid widder en schöeene Dach verbracht,
de Äbbelwoi hod gud Laune gemacht.
Drum merk Dirs immer unn bedenk!
so en Äbbelwoi is e wunnerbar Gedränk!!.
th 28-08-2005 unveröffentlicht
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Wildsau
Die Wildsau streift durchs Unterholz
denkt: Achtung Hochsitz, doch was soll’s,
der kriegt mich heute nicht, der Wildschütz,
der ist hier sowieso nur unnütz.
- grunzt -, macht eine scharfe Wende,
obwohl so schwer, ist sie behende.
Der Wilddieb sieht sie, doch zu spät!
bis er gerichtet sein Gerät,
ist sie bereits im Unterholz der Schonung,
denkt: sie war’s, was soll’s, kriegt sie halt ‘ne Belohnung
Geh’ ich noch heute in den Markt
spricht’s aus, und hat auch schon geparkt.
holt sich ‘ne Dose Butterbohnen,
die Wildsau sollte man doch schonen
trebron horts 25/10/02 veröffentlicht im Buch “HEMMUNGSLOS”
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Frühling
Frühling, März der Monat, die Zeit zum Erwachen,
die Pflanzen, die Blüten die Freude machen.
Sie wachsen, sie gedeihen, sie spriessen,
doch was ist das? man muss überhaupt nicht giessen.
Schlagartig vergeht den Menschen der Spass,
denn die Laune der Natur ist nur noch ... nass!
es giesst in Strömen, es strömt in „Gießen“,
der Himmel möchte uns die Laune vermiesen.
In Bächen, in Flüssen steigt der Pegel
die Menschen laufen mit Kind und Kegel,
weg von der gewaltigen Kraft,
die unsere Natur hier gerade erschafft.
Doch die Tage vergehen,
die Winde verwehen...
...die letzten Blätter vom Herbst,
die Menschen gehen beherzt
mit neuem Mut,
oh.. tut das gut..,
in die strahlenden Tage.
Plötzlich sind nur noch Maikäfer die Plage.
Aber es ist nicht zu verhindern,
wir müssen nicht in der Fremde überwintern,
jetzt ist er da, ein Freudenschrei!
die Sonne scheint wieder im Monat Mai.
trebron horts 21-03-2002 veröffentlicht im Buch “Hemmungslos”
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Natur im Herbst
Rabenvögel, Amsel, Elster, Rudelweise schwarze Krähen,
fliegen derzeit ganz gezielt, umher im herbstlichen Gebüsch.
zu Suchen um dann auch zu Finden, Beeren, Käfer; nach dem Mähen,
Mücken, Würmer, kreischen dabei fürchterlich.
Selbst Eichhörnchen sind jetzt bereits sehr rege, saussen über grosse Bäume,
gerade Hasel, Walnuß und Marone erfüllen Ihre Sammlerträume.
Für Wintertage müssen sie sich rüsten, bringen alles in die Höhle,
sie machen das sehr flink und ruhig und ohne gross Gegröle.
Mäuse und auch Maulwürfe graben ganz gezielt den Garten um,
legen Nester, Gänge, Röhren an. Dieses Vorgehen ist nicht dumm,
brauchen doch, das wissen wir, auch diese Tiere
für den Winter, mit Vorräten gefüllte Wohnquartiere.
Am Gartenteich beginnt das Schilfgebüsch zu welken
Libellen fliegen Ihre eleganten Kreise
die Bäuerin wird jetzt noch Ihre Kühe melken,
manchmal steht sie dabei in der ......Weise
sehr angespannt in Ihrem Stall bei diesen wunderbaren Tieren.
Ab und an liegt Sie jedoch auf allen Vieren
dort drüben in dem duftig frischen Heu, gebückt.
Der Knecht sich wieder gerade richtet, hat sie mal eben noch gepflückt,
die letzten Blumen dort am Wiesenrand,
im aufkommenden Abendnebel versinkt jetzt gleich das ganze Land.
trebron horts 09-Okt. im Jahr 2002 veröffentlicht im Buch “HEMMUNGSLOS”
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..........aus Obst
Im kühlen Kruge aufbewahrt,
schmeckt das Getränk schon delikat.
Man trinkt es pur, spritzig und frisch,
im Leben, im Garten und auch am Tisch.
Worum es geht, hier steht’s geschrieben,
seit Urzeit wird es schon betrieben.
Die Herstellung ist kinderleicht,
ein Trinkzustand auch schnell erreicht.
Die reife Frucht vom Baum gepflückt,
oder auch danach gebückt.
Man presst das Obst und schon geht’s los,
am Anfang manchmal in die Hos’.
Jedoch zuvor der Saft muss gären,
auf das der Alkohol sich tut vermehren.
Man kennt es in Hessen, man trinkt es zum Essen,
in de Palz will mer dodevon awwer gar nix wisse,
mer will soi Rieslingschorle net misse.
auch in Baden erzeugt, nach dem Wandern erfreut,
selbst im Elsass bekannt, manchmal auch anders genannt:
Sidre Moscht und Äbbelwoi,
so heist das köstliche Gebräu.
Man kann Ihn genießen, mit Wasser sauer,
trinkt man Ihn pur dann hat er Power.
Je nach Land und Herstellung,
sorgt er für Verunsich’rung.
Wer Ihn nicht kennt, kommt her als Tourist,
hat schon manchmal in die Hose gepi......
Das Ambiente ist wichtig auch beim Glas,
sonst macht die Trinkerei gar keinen Spaß.
Aus dem ‘Gerippte’ trinkt man, lässt der Gourmet verlauten,
das ist ein Glas mit Verzierung aus Rauten.
Jetzt haben wir lange genug geredet,
ich sage nun erst einmal Prost,
trink ein Äbbelwoi wennde ein host
Copyright N. Stroh Mai/2001 veröffentlicht im Buch “HEMMUNGSLOS”
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Nashörner in der Stadt
Es lebte einst `ne Nashornherde
in einer kleinen Stadt.
Im ersten Stock da bebt die Erde
früh morgens sind sie schon auf Trab.
Sie rasen ab, sie rasen auf,
immer Stressgeschwindigkeiten drauf.
Und geht man nicht noch schnell mal weg,
fegt sie einem auch vom Weg.
Ohne Rücksicht auf die Umwelt oder Mitbewohner,
rennt man über Stock und Stein.
Stress bestimmt den Ablauf, keine Kommunikation,
-hoffentlich dringt keiner in mein Leben ein!
Die Nashornalte ist sich selbst zuwider,
macht täglich auch die Kleinen nieder,
der dicke Bulle träge, stur und einfallslos.
Dicker Kopf, kein Hals, ein widerlicher Kloß.
Die Kleinen würden gern im Garten rennen,
die Alte hält sie aber nur im Nest.
So trampeln sie auch weiterhin sehr laut und fest
im ersten Stock, -man muss den wahren Täter nennen.
Woher sollen Nashornkinder lernen was das Leben so an-bietet
wenn die Alte trampeln vormacht , anderes jedoch ver-bietet.
So wird man weiterhin den Weg freimachen
und kräftig über Nashorneltern lachen.
trebron horts 22-11-2006
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